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Wohnverhältnisse der Reichen in Berlin-Grunewald

Berlin-Grunewald · 60 minutes · Wohnverhältnisse der Reichen · Zeige historische Villen und prunkvolle Anwesen in der Villenkolonie Grunewald.

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    Bismarckplatz

    Starte die Tour am Bismarckplatz, dem zentralen Orientierungspunkt der ab 1889 erschlossenen Villenkolonie Grunewald. Als das Konsortium um Bismarck das Gebiet entwickelte, entstand hier eine der teuersten Wohnadressen Deutschlands für Bankiers, Industrielle und Prominente. Der großzügige Platz verdeutlicht den städtebaulichen Anspruch, der Oberschicht des Kaiserreichs ein repräsentatives Umfeld zu bieten. Betrachte die weiten Straßenachsen und die historische Bepflanzung, die als grüne Kulisse für die Anwesen diente. Von hier aus folgst du der Bismarckallee nach Südwesten zum Palais Mendelssohn.

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    Palais Mendelssohn

    Gehe die Bismarckallee entlang bis zur Hausnummer 23. Dieses Anwesen wurde Ende des 19. Jahrhunderts für den Bankier Franz von Mendelssohn errichtet. Der schlossartige Bau im Stil des Neobarock zeigt den extremen Repräsentationsdrang des Berliner Großbürgertums im späten Kaiserreich. Die Mendelssohns schufen hier ein privates Palais mit riesigen Empfangsräumen und weitläufigem Park, das in Dimension und Ausstattung manchem fürstlichen Schloss in nichts nachstand. Nach der Betrachtung der Fassade folgst du der Herthastraße nach Süden in Richtung Koenigsallee.

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    Löwenpalais

    Biege von der Herthastraße rechts auf die Koenigsallee ab und gehe zur Hausnummer 30-32. Das Löwenpalais wurde 1903 vom Architekten Bernhard Sehring erbaut. Namensgeber sind die auffälligen Skulpturen an der Fassade. Das Gebäude zeigt eine theatralische Mischung aus Neobarock und Jugendstilelementen und diente als Wohn- und Atelierhaus. Es ist ein anschauliches Beispiel für den Hang zur inszenierten Monumentalität, mit dem Wohlhabende Anfang des 20. Jahrhunderts ihren Status demonstrierten. Von hier aus folgst du der Koenigsallee weiter und biegst links in die Douglasstraße ein.

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    Villa Harteneck und Harteneckpark

    Folge der Douglasstraße bis zur Hausnummer 22. Die Villa wurde 1910 bis 1912 für den Chemiefabrikanten Carl Harteneck errichtet. Besonders bemerkenswert ist der heute öffentlich zugängliche Park. Harteneck ließ hier einen neoklassizistischen Senkgarten mit monumentalem Wasserbecken, Säulenarchitektur und Skulpturen anlegen. Die Anlage demonstriert eindrucksvoll den Aufwand, mit dem der Privatluxus jener Epoche betrieben wurde, um aristokratische Parklandschaften auf dem eigenen Grundstück nachzuahmen.